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Baumkontrolle

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Regelkontrolle von Bäumen nach dem "Leitfaden Baumkontrolle" der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG). Fünf Erfassungsschritte – Grunddaten, Wurzeln, Stamm, Krone, Ausblick – mit den Schadmerkmalen, Bewertungsstufen und Sicherungsmaßnahmen des Leitfadens als feste Auswahllisten. Ein Baum ist ein Datensatz.

Grunddaten

Baumposition (Kartenpunkt), Baum-ID, Baumart, Baumhöhe, berechtigte Sicherheitserwartung des Verkehrs, Entwicklungsphase, Vitalitätsstufe, Naturschutzstatus, Freistellung, Artenschutzverdachtsbaum.

Wurzel

Angehobener Wurzelteller, Bodenrisse (konzentrisch quer zur Wurzel, auch Wegedecken und Mauern), freigespülte Wurzeln, Aufschüttung im Wurzelbereich, Stelzwurzeln, stammnahe Schachtungen, windseitige Hauptwurzelschäden.

Stammfuß und Stamm

Stammdurchmesser je Messhöhe (beliebig viele Messpunkte) und Stammfoto.

  • Stammschäden: Verdickung, Saftaustritt, Höhle, Pilzfruchtkörper, tote Rinde, gerissener V-Zwiesel, spitznasige Längsrippe, Längsrisse
  • Schiefstellung (akutes Kippen): mit gerader Stammachse, mit rundem Stammquerschnitt, mit Schubriss, mit nacktem Dreieck
  • Wunde mit Fäule: mit Hohlklang
  • Kappung: Kappungshöhe in Metern, Totholzstumpf

Krone

Kronendurchmesser je Messhöhe und Kronenfoto.

  • Kronenschäden: Verdickung, lose hängender Ast, Totholz (sicherheitsrelevant), tote Rinde, Höhle, Anbruch, Pilzfruchtkörper, gerissener V-Zwiesel, spitznasige Längsrippe, Längsrisse
  • Wunde mit Fäule: mit Hohlklang

Ausblick

  • Baumstatus: Gesundheit (gesund/leicht geschädigt · stärker geschädigt · nachhaltig geschädigt) und künftiges Kontrollintervall (halbjährlich · jährlich · alle 2 Jahre · alle 3 Jahre)
  • Handlungsbedarf: weitere Sichtkontrolle – mit Entfernung von Sichthindernissen, mit Hubarbeitsbühne – sowie eingehende Untersuchung
  • Sicherungsmaßnahmen gemäß BfG, nur bei konkret vorhersehbarer Gefahr: von Sperrung des Gefahrenbereiches über Totholzbeseitigung, Kronenpflege, Lichtraumprofilschnitt und Kroneneinkürzung bis zu Kappung auf Totholzstumpf und Fällung – dazu sofortiger Handlungsbedarf, Erledigungsdatum und Zugangstechnik (Leiter · Hubarbeitsbühne · Seilklettertechnik)

Datenmodell

  • Pflichtangaben: Position, Grunddaten und Baumdaten. Alle Schadmerkmale sind Ja/Nein-Häkchen, jeder Baumbereich hat zusätzlich ein Feld für Anmerkungen.
  • Die Baumposition wird als GeoJSON-Punkt mit GNSS-Qualität gespeichert, dazu Koordinaten mit Genauigkeit und Höhe in Metern sowie h3- und Geohash-Zelle – direkt kartier- und exportierbar.
  • Durchmesser werden als Reihe von Messhöhe/Durchmesser-Paaren erfasst, nicht als Einzelwert.
  • Baumarten folgen der Liste aus tree-species.

Quelle: Bundesanstalt für Gewässerkunde, Leitfaden Baumkontrolle (bafg.de).