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Verjüngungszustands- und Wildeinflussmonitoring (VWM)

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Verjüngungszustands- und Wildeinflussmonitoring (VWM) – die Waldinventur des Landesbetriebs Forst Brandenburg nach Landeswaldgesetz. Ein Datensatz ist ein Stichprobenpunkt mit dem kompletten Aufnahmeablauf: zwei Baumplots, Landmarken, Verjüngungstransekt, Weiserpflanzen und Bestandesbeschreibung. Die Codelisten stammen aus der amtlichen Verfahrensanleitung.

Aufsuchen und Einmessen

  • Allgemeine Angaben – Aufnahmetrupp- und GNSS-Gerätkürzel, Zugänglichkeit (begehbar, Betretungsverbot, Gefahren durch Dürre-, Insekten- oder Sturmschäden, gefährliche Geländebedingungen, gesperrte Waldfläche u. a.) sowie – falls der Punkt auch nach Verlegung nicht im Wald liegt – das tatsächliche Landschaftselement aus 94 Codes.
  • Koordinaten des Stichprobenpunktes – GNSS-Einmessung mit Längen- und Breitengrad, Höhe, Satellitenanzahl, HDOP und VDOP, dazu der eingeschlagene Permamarker (Magnet, Nagel, Rundeisen, T- oder L-Profil) und der Grund einer Punktverlegung (liegt auf der Straße, auf Trasse, nicht begehbar, temporäre Störung …).
  • Landmarken 1 und 2 – je beliebig viele Orientierungspunkte mit Bezeichnung, Azimut und Distanz zum Stichprobenpunkt.

Baumplots

Fünfbaumstichprobe am Stichprobenpunkt (Baumplot 1, inklusive Transektrichtung) und 22 m in Transektrichtung (Baumplot 2). Je Baum: Baumart aus 93 Codes, Azimut, Distanz, BHD, Messhöhe sowie Schäl- und Fegespuren durch Wild.

Verjüngungstransekt

Beginnt 2 m vom Baumplot 1 in Transektrichtung, 2 m breit, in der Regel 20 m lang – die tatsächliche Länge wird in Dezimetern festgehalten. Aufgenommen wird jeder Baum von 10 cm Höhe bis 7 cm BHD, entweder der gesamte Transekt oder mindestens 50 Bäume mit anschließender Rückmessung.

Je Pflanze: Baumart, Höhenstufe (10–25, 26–50, 51–100, 101–150, 151–200 cm sowie ab 201 cm bei BHD unter 7 cm), BHD ab 2 m Höhe, Schutzmaßnahme sowie Triebverlust durch Schalenwildverbiss, Fege oder Schäle, Frost, Trockenheit und Insektenfraß.

Für den Transekt als Ganzes: Schutzmaßnahmen (ohne Schutz, Zaunschutz, Wuchshülle, Äste/Stäbe, Einzelschutz), Ursache einer temporären Störung sowie signifikanter Fraß durch Hase, Maus oder Biber.

Weiserpflanzen

Bedeckungsgrad in Prozent für 24 Arten und Gruppen, gegliedert in Moose, Farne (Adlerfarn), Süßgräser (Perlgras, Sandrohr, Waldzwenke, Flatterbinse, Pfeifengras, Winkelsegge, Drahtschmiele, Hainrispengras), Kräuter (Wegerich, Brennnessel, Goldnessel, Heidekraut, Kleinblütiges Springkraut, Waldmeister, Maiglöckchen, Waldsauerklee, Schmalblättriges Weidenröschen), Großsträucher (Himbeere, Brombeere), Beerensträucher (Heidelbeere, Preiselbeere) und Doldengewächse (Giersch) – dazu der Gesamtanteil der Bodenbedeckung im Transekt.

Bestand

  • Bestandesbeschreibung – Betriebsart (Hochwald, Plenterwald, Mittelwald, Niederwald, Kurzumtriebsplantage, Latschen-/Grünerlenfeld), Kronenschlussgrad von gedrängt bis räumig, Schichtung (ein-, zwei-, mehrschichtig, mit Vorausverjüngung, Unterbau oder Überhälter), Heterogenitätsgrad von 0 bis 10, Bedeckungsgrad des Unterstands, Bodenbedeckung mit Gräsern, Kräutern und Sträuchern, geschütztes Biotop und Schutzmaßnahmen.
  • Bestockung – je Schicht Baumart, Schichtzuordnung (Oberstand, Zwischenstand, Unterstand, Hauptbestand, Überhalt, Altbäume, Verjüngung unter Schirm …), natürliche Altersklasse von An-/Aufwuchs bis Altholz, Entstehungsart (Naturverjüngung, Saat, Pflanzung, Stockausschlag, Anflug/Aufschlag, Hähersaat, Sukzession), Verteilung und Schichtanteil.
  • Bodenvegetation – je Eintrag Vegetationsgruppe (Süßgräser, Sauergräser, Binsen, Farne, Moose, Heidesträucher, Beersträucher, Doldengewächse, Labkraut, Brennnessel, Goldnessel u. a.), Bedeckungsanteil und Verteilung.
  • Störungen mit Wirkung auf die Verjüngung: Sturm/Windwurf, Durchforstung, Waldbrand, Sanitärhiebe, Bodenbearbeitung, dazu ein Freitextfeld für nicht aufgeführte Störungen.

Datenmodell

  • Der Datensatz ist ein GeoJSON-Feature: die Geometrie trägt den Stichprobenpunkt, die Aufnahme liegt in dessen Eigenschaften.
  • Der Umfang der Pflichtangaben hängt vom Punkt ab: Nur wenn der Stichprobenpunkt im Wald und begehbar ist, sind alle Blöcke von den Koordinaten bis zur Bodenvegetation verpflichtend. Andernfalls genügen die allgemeinen Angaben mit der Ursache.
  • Azimute werden in Gon (0–400) erfasst, Durchmesser in Millimetern, die Transektlänge in Dezimetern.
  • Die Position kommt über das GNSS-Plugin, also wahlweise vom Gerät oder von einem externen Empfänger, samt HDOP/VDOP und Satellitenanzahl.
  • Der Aufnahmestatus wird vom Verfahren automatisch gesetzt und ist nicht editierbar.

Quelle: Landesbetrieb Forst Brandenburg, VWM-Verfahrensanleitung (gitlab.opencode.de/lfe/vwm-verfahren).